Laub im Garten – wertvoll statt lästig!
Warum Herbstlaub viel zu schade zum Wegwerfen ist.
Wenn sich die Blätter im Herbst bunt färben und langsam zu Boden fallen, beginnt für viele Gartenbesitzer die Zeit des Laubrechens. Doch was auf den ersten Blick nach zusätzlicher Gartenarbeit aussieht, ist in Wirklichkeit ein wertvoller Bestandteil des natürlichen Gartenkreislaufs. Denn Herbstlaub kann weit mehr, als nur Wege und Rasenflächen bedecken.
Wer Laub im Garten gezielt einsetzt, schützt den Boden, unterstützt das Bodenleben und schafft wertvolle Rückzugsorte für zahlreiche Tiere.
Laub liegen lassen – aber an den richtigen Stellen
Nicht überall im Garten muss Herbstlaub entfernt werden. In vielen Bereichen kann es sogar ausgesprochen nützlich sein.
• Unter Bäumen und Sträuchern: Eine lockere Laubschicht schützt den Boden vor starken Temperaturschwankungen und kann die Bodenfeuchtigkeit bewahren.
• Auf Staudenbeeten: Geeignetes, gesundes Laub kann als natürliche Mulchschicht dienen und empfindliche Bodenbereiche schützen.
• In naturnahen Gartenecken: Laubhaufen bieten Igeln und zahlreichen Kleintieren Unterschlupf und Überwinterungsmöglichkeiten.
• Auf offenen Bodenflächen: Eine dünne Laubschicht kann den Boden vor Verschlämmung und Erosion schützen.
Wichtig ist, dass die Laubschicht nicht zu dicht und dauerhaft nass wird. Besonders bei empfindlichen oder trockenheitsliebenden Pflanzen sollte Laub nur sparsam eingesetzt werden.



Wo Herbstlaub besser entfernt wird
So wertvoll Laub auch ist – an manchen Stellen sollte es regelmäßig beseitigt werden.
• Auf Rasenflächen: Größere Laubmengen nehmen dem Gras Licht und Luft. Bleibt eine dichte Schicht längere Zeit liegen, kann der Rasen Schaden nehmen.
• Auf Wegen und Terrassen: Feuchtes Laub kann rutschig werden und sollte aus Sicherheitsgründen entfernt werden.
• Aus Dachrinnen und Abläufen: Angesammeltes Laub kann den Wasserabfluss behindern.
• Aus Gartenteichen: Größere Laubmengen sollten möglichst entfernt werden, bevor sie absinken und sich zersetzen.
Tipp der Gartengestalter: Statt das gesammelte Laub vollständig zu entsorgen, kann es an geeigneten Stellen im Garten wiederverwendet werden. So bleibt wertvolles organisches Material im natürlichen Kreislauf.



Herbstlaub als natürlicher Bodenverbesserer
Laub ist nicht nur ein praktischer Winterschutz, sondern auch eine wichtige Nahrungsgrundlage für Bodenorganismen.
Regenwürmer, Pilze und Mikroorganismen zersetzen die Blätter nach und nach. Dabei entstehen organische Substanzen, die zur Humusbildung und zu einer guten Bodenstruktur beitragen.
Auch für den Kompost eignet sich gesundes Herbstlaub. Besonders gut funktioniert die Verrottung, wenn trockenes Laub mit feuchterem, stickstoffreicherem Gartenmaterial gemischt wird.
Große Mengen schwer verrottbarer Blätter können zerkleinert oder separat zu Laubkompost verarbeitet werden.
Ein naturnaher Garten darf auch im Herbst lebendig bleiben
Ein vollständig aufgeräumter Garten ist nicht automatisch ein gesunder Garten. Gerade im Herbst bieten Laub, verblühte Stauden und natürliche Pflanzenreste wichtige Lebensräume.
Wer ausgewählte Bereiche bewusst etwas wilder belässt, schafft Rückzugsmöglichkeiten für Insekten, Igel und andere Gartenbewohner.
Dabei muss ein naturnaher Garten keineswegs ungepflegt aussehen. Mit einer durchdachten Gestaltung lassen sich klar strukturierte Gartenbereiche und natürliche Rückzugsorte harmonisch miteinander verbinden.
Weniger entsorgen, mehr Natur bewahren.
Nachhaltige Gartenpflege beginnt mit guter Planung
Ein schöner Garten braucht nicht nur die richtigen Pflanzen, sondern auch ein durchdachtes Pflegekonzept. Wer natürliche Kreisläufe berücksichtigt, kann Gartenabfälle reduzieren, den Boden langfristig unterstützen und wertvolle Lebensräume erhalten.
Die Gartengestalter Steiermark wissen, wie sich eine ansprechende Gartengestaltung mit nachhaltiger Pflege verbinden lässt. Mit fachlichem Know-how und einem Gespür für natürliche Zusammenhänge entstehen Gärten, die nicht nur schön aussehen, sondern auch ökologisch wertvoll sind.
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